2016 Rückblick und Ausblick.

Wie jedes Jahr hab ich mir für 2017 gute Vorsätze aufgeschrieben. Auf Platz eins: alle Weihnachtsgrüße und Jahresrückblicke VOR Beginn der Weihnachtsferien zu schreiben. Währenddessen kam ich nämlich zu nix. Deswegen erst jetzt der Rückblick 2016:

2016 war für mich ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Anfang des Jahres hegte ich noch den Traum, möglichst schnell eine Agentur und einen Verlag zu finden, und ein respektabler Autor zu werden. Die Supermamas sollten mir den Weg ebnen, alle meine Testleser waren von meinem „Ildiko von Kürthy meets the x-men“ begeistert gewesen, und voller Hoffnung schickte ich das Manuskript los.

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Supermama Maira Zeichnung: Jokergirl

Die Supermamas

Und es kam zurück, wieder und wieder. Die Begründung, falls eine mitkam: Es wäre zu Crossover, zu durchgedreht, Geschichten über Mütter würden nur von anderen Müttern gelesen, und Mütter mögen keine Superhelden, und keine coolen Sprüche. Anfang April stand ich dann vor einer großen Entscheidung: marktkonform schreiben lernen. Oder Selfpublishing. Die Antwort mag einem Außenstehenden selbstverständlich vorkommen. Warum sollte ich schreiben, wenn ich nicht meine eigenen Geschichten schreiben kann, wenn ich mühevoll versuche zu imitieren, was andere Autoren von sich aus viel besser können? Und ich hatte mit Selfpublishing vorher schon geliebäugelt, wollte es aber zu einem späteren Zeitpunkt ausprobieren. Aber ich hasse alles, was mit Marketing zu tun hat, ich hasse Influencer, Zielgruppendenken, Produktpositionierung und den ganzen Mist, mit dem Marketinggremlins uns zuschmeißen. Mein Entschluss kam zögerlich: Ich probiere es mit dem Selfpublisher aus, aber ich starte erst einen Testballon mit meinen alten Auswanderertexten.

Die EventuElche

Cover

EventuElche Cover. Jokergirl

Mein Buchdebüt „EventuElche“ erschien zu Mittsommer und ich habe es nie mehr bereut. Ich hasse Marketing immer noch, aber ich liebe es, über meine Bücher zu sprechen. Ich liebe den direkten Kontakt zu euch Lesern, ich liebe es auch, alle neuen MarketingGimmicks ausprobieren zu dürfen, ohne einen Verlag um Erlaubnis fragen zu müssen, und am meisten liebe ich es, dass ich schreiben darf, was ich will. Ich entscheide, was ich schreibe, die Leser entscheiden, ob sie es mögen, das pure Autoren- Leser Verhältnis, ohne Marketingabteilung, ohne Verlag dazwischen.

Und natürlich ist da auch noch die finanzielle Seite. Es ist selten mehr als Pizzageld, was da jeden Monat auf meinem Konto reinflattert. Aber es ist konstant, und es gibt mir immer wieder einen Auftrieb (Verurteilt mich nicht! Diamonds Legos are a Girls best friend, und Legos sind teuer.)

Andere Veröffentlichungen

Veröffentlichungstechnisch war 2016 auch ansonsten sehr erfolgreich für mich. Neben den Elchen erschienen noch vier weitere Kurzgeschichten von mir im Machandel, OhneOhren und Burgenwaldverlag, so dass mein Verlagsportfolio sich langsam echt sehen lassen kann. Eine weitere Geschichte wurde angenommen und wird wohl 2017 erscheinen. Besonders gefreut habe ich mich über „die Putze von Asgard“. Nicht nur wurde meine Geschichte als Titelgeschichte ausgewählt, ich bekam auch die tollsten Illustrationen und zum ersten Mal durfte ich euch einen ersten Einblick in mein großes Herzensprojekt „Valkyrie“ zeigen.

Davon werdet ihr schon bald mehr sehen, denn:

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Valkyrie als Backprojekt

Valkyrie

wie so oft, wenn man aufhört, einem Ziel hinterherzulaufen, kommt das Ziel von selbst, wenn es bereit ist. Kurz vor Weihnachten habe ich den Verlagsvertrag unterschrieben. Valkyrie wird in einem Verlag erscheinen und ich bin damit endgültig Hybridautor (was ich als Science-Fiction Autor ja toll finde. Hybrid, das klingt schon so nach Echsenmensch!) Ich habe mit dem Ohne Ohren-Verlag schon bei anderen Projekten zusammengearbeitet und könnte nicht glücklicher sein!

In diesem Jahr, wie selten vorher, ist es wichtig, sich an die Guten Sachen zu erinnern. 2016 war weltpolitisch ein seltsames Jahr, und ich kann nicht sagen, dass es mich nicht berührt hat. Umso wichtiger ist es da, dagegenzuhalten. Was anderes haben wir Science Fiction und Fantasyautoren denn jemals gemacht, als gegen Faschisten, Intoleranz und andere Arschlöcher zu kämpfen?

2017, jetzt kommen wir!

copy-cropped-alim3934.jpgUnd mit diesem Kampfschrei gehe ich ins Jahr 2017 (…also ich gehe weiter, 1207 hat ja schon angefangen und IHR WISST SCHON WAS ICH MEINE!) Meine Schublade birst vor verrückten Manuskripten, und jetzt, wo ich Echsenmensch Hybridautor bin, kann ich selbst entscheiden, wann und in welcher Form ich die veröffentliche. Dieses Jahr wird laut! Im April erscheint mein nächstes Buch, Hollerbrunn, über das ich … nächste Woche mehr berichten werde.

Bevor wir alle an unsere Arbeit zurückkehren: Ich danke euch allen, dafür, dass ihr meine verrückte Reise hin zum Autor verfolgt, meine Sachen lest, mir immer wieder Mut macht und zahllose Inspirationen schenkt. Ohne euch wäre das hier nicht möglich!

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Ein Gedanke zu „2016 Rückblick und Ausblick.

  1. Ich denke, dein Schritt ins Selfpublishing war ein guter und freue mich, dass du ihn nicht bereust. Und alles andere kommt sage ich dir. Ich bin davon überzeugt. Weil ich weiß wie du schreibst und was du schreibst. Und ganz ehrlich: Ich bin noch keine Mami aber die Supermamis würde ich gern lesen und wer den Kinofilm ‚Bad Mums‘ gesehen hat, weiß, dass Mütter auch einfach mal cool und abgedreht und sie selbst sein wollen.

    Im übrigen, war es beim Stern im ersten Jahr auch nur Taschengeld aber heute finanzieren sich davon schon ein paar mehr Legos im Monat … also weitermachen. Es wird nur besser. 😀

    LG Sylvi

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